Pressespiegel

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Der SPIEGEL vom 17 Mai 12 

Verschuldungspolitik- Euros nach Nordrhein-Westfalen tragen
Leider ist der kollektive Wirklichkeitsverlust kein auf Griechenland beschränktes Phänomen der Massenpsychologie. Die Deutschen verstehen sich ebenfalls auf diese kindliche Form der Verdrängung, man muss sich nur die Wahl in Nordrhein-Westfalen ansehen.


Die WELT vom 16 Mai 12 

Kanzlerin Merkel feuert Umweltminister Röttgen
Drei Tage nach dem NRW-Wahldesaster ist der angeschlagene Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) entlassen worden. Das erklärte Kanzlerin Merkel. Nachfolger soll Peter Altmaier werden.


Der SPIEGEL vom 15 Mai 12 

Seehofers Wut-Auftritt im ZDF : "Sie können das alles senden"
Sowohl im persönlichen Gespräch als auch über die "Bild"-Zeitung habe er Röttgen gewarnt: "Persönlich hat er mich dann abtropfen lassen. Die Kanzlerin war ja dabei", so Seehofer nun. Dass die Wähler eine solche Haltung nicht hinnehmen würden, habe er, Seehofer, gleich gewusst.


Der SPIEGEL vom 15 Mai 12 

Seehofers TV-Attacke gegen Röttgen


Süddeutsche Zeitung vom 15 Mai 12 

Aufsicht droht Krankenkassen mit Verfahren
Sie horten Milliarden: Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben enorme Reserven. Die Regierung möchte, dass das Geld an die Versicherten zurückfließt. Die staatliche Aufsicht will nun härter gegen härter die Kassen mit Überschüssen vorgehen.


Der SPIEGEL vom 13 Mai 12 

NRW-Wahl Landesmutter bezwingt Exil-Berliner


Der SPIEGEL vom 11 Mai 12 

S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal 100.000 Zeilen Hass - Eine Kolumne von Jan Fleischhauer
Die meisten Menschen suchen die Zustimmung ihres Umfelds, nicht die Ablehnung, das schließt politische Fragen ein. Gerade im bürgerlichen Umfeld ist es mit dem Bekenntnismut nicht weit her, das ideologische Rückgrat ist hier naturgemäß eher unterentwickelt. Das macht das Gespräch mit liberal gesonnenen Leuten angenehm, weil sie einem nicht ständig ihre Überzeugungen um die Ohren hauen; es hat aber für die organisierten Politik den unbestreitbaren Nachteil, dass die Anhänger schnell verunsichert sind, wenn sich das Meinungsklima gegen sie wendet.


Süddeutsche Zeitung vom 11 Mai 12 

Aufsicht droht Krankenkassen mit Verfahren
Sie horten Milliarden: Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben enorme Reserven. Die Regierung möchte, dass das Geld an die Versicherten zurückfließt. Die staatliche Aufsicht will nun härter gegen härter die Kassen mit Überschüssen vorgehen.


Der SPIEGEL vom 09 Mai 12 

Griechenland-Krise: Was die Euro-Retter von den Piraten lernen können
Als Vorbild könnte - so kurios das klingen mag - die Piratenpartei dienen. Deren Mitglieder diskutieren im Internet offen über Probleme und entwickeln Lösungsansätze. Online-Werkzeug wie Liquid Feedback mag auf den ersten Blick wie eine chaotische Spielerei erscheinen. Doch dahinter steht die Erkenntnis: Alles fließt. Es gibt keine endgültigen Wahrheiten mehr und keine Problemlösungen, die für die Ewigkeit gemacht sind. Themen bleiben so immer am Leben und werden nicht einfach abgearbeitet. Auf Griechenland gemünzt hieße das: Statt immer neue rote Linien zu ziehen, würde die Krisenhilfe ständig angepasst werden - unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen im Land.


Die WELT vom 09 Mai 12 

Maischberger scheitert an blasierter Altherrenrunde
Die Runde strotzte vor Arroganz und unverständlichem Polit-Talk, den sie vor sich hertrieb, wie die berühmte Sau durchs Dorf. So ist es eigentlich kein Wunder, dass viele Deutsche aus Protest die junge Piratenpartei wählen, die für Transparenz steht und den Kontakt zur Basis sucht.


Der SPIEGEL vom 09 Mai 12 

Klinische Studien in Indien - Erst der Test, dann die Moral


Der SPIEGEL vom 09 Mai 12 

Zeugenaussagen: "Breivik stieß beim Morden Freudenschreie aus"
"Ich habe gehört, wie er nach Treffern in Jubel ausgebrochen ist", sagte die Zeugin über den Todesschützen. "Es waren Freudenschreie." Die Menschen seien in Panik kreuz und quer über die Fjordinsel geflüchtet.


Süddeutsche Zeitung vom 08 Mai 12 

Bericht an den Club of Rome "Wir werden einen Kollaps erleben"
40 Jahre nach dem aufrüttelnden Bericht "Die Grenzen des Wachstums" warnt der Club of Rome vor dramatischen Entwicklungen in den kommenden vier Jahrzehnten. Der neue Bericht "2052" deute darauf hin, "dass die Menschheit nicht überleben wird, wenn sie ihren bisherigen Weg der Verschwendung und Kurzsichtigkeit fortsetzt", heißt es auf der Homepage der Vereinigung von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik.


Der SPIEGEL vom 08 Mai 12 

DDR-Häftling "Ich war Zwangsarbeiter für Ikea"


Süddeutsche Zeitung vom 08 Mai 12 

Wenn die Pille plötzlich blau statt rot ist
Millionen Deutsche müssen sich auf neue Tabletten einstellen, weil die Krankenkassen mit den Medikamentenherstellern neue Rabattverträge aushandeln. Es geht um Nachahmer-Präparate, für die der Patentschutz abgelaufen ist. Nur mit ihnen glauben die Kassen, die ständig steigenden Ausgaben für Arzneimittel unter Kontrolle halten zu können. Doch einige Patienten klagen über den Pillen-Wechsel.


Süddeutsche Zeitung vom 07 Mai 12 

Piraten in Schleswig-Holstein: Mitreden ja, mitregieren nein
Mit dabei wäre damit die ehemalige Grünen-Parteivorsitzende Angelika Beer aus Neumünster, die auf Platz sechs der Landesliste kandidierte.


Der SPIEGEL vom 07 Mai 12 

François Hollandes Wahlsieg - Die rote Sonne
Das Ende von Merkozy kann das Ende von Merkel bedeuten. Frankreich war das neunte Land des Euro-Raums, dessen Regierung an der Krise gescheitert ist. Deutschland könnte sich demnächst einreihen. Ohne die Zustimmung Frankreichs ist das deutsche Spardiktat in Europa am Ende. Deutschland ist isoliert. Es war allein die französische Unterstützung, die es Merkel ermöglicht hat, aus Europa einen volkswirtschaftlichen Feldversuch zu machen: kann man sich durch Sparen aus einer Rezession befreien?
Die Antwort lautet: Nein. Wer in der Rezession spart, vertieft die Rezession. Die Antwort kennen wir jetzt. Die arbeitslosen Jugendlichen in Spanien zahlen den Preis für Merkels gefährliche marktradikale Ideologie. Man wird das den Deutschen lange nicht vergessen.


Die WELT vom 06 Mai 12 

Hollande triumphiert, Sarkozy zieht sich zurück - Machtwechsel in Paris: Der Sozialist François Hollande ist Frankreichs neuer Präsident. Er löst den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy ab. Der will sich aus der Politik zurückziehen.


Die WELT vom 06 Mai 12 

Der Egomane, der die FDP aus dem Tal der Tränen führt - jetzt hat ausgerechnet Wolfgang Kubicki die FDP aus der Versenkung geholt. Die Liberalen zollen ihrem Spitzenmann im Norden Respekt.


Berliner Zeitung vom 28 Apr 12 

Helios-Rhön wird Sitz in Berlin haben
Nach der Fusion von Rhön-Klinikum und Helios will sich das neue Großunternehmen von Fresenius in Berlin ansiedeln. Die Hauptstadt könnte von 80.000 neuen Stellen profitieren.


Die WELT vom 27 Apr 12 

Die warmherzige Provokation des Joachim Gauck
Bleiben die jungen Migranten. Bürgersinn, Redlichkeit und Solidarität, das seien die großen Versprechen, die im nationalen Wertekanon mitschwingen. "Welcher Ort könnte das besser bezeugen als die Frankfurter Paulskirche?", fragt der Bundespräsident und ergänzt: "Das Haus aller Deutschen – das Haus aller, die hier in Deutschland leben und sich zu unserer freiheitlichen Ordnung bekennen."


FAZ vom 27 Apr 12 

Generation Y - Der alte Arzt hat ausgedient
Sie lehnen Hierarchien ab und wollen lieber geregelte Arbeitszeiten als steile Karrieren: Die nach 1980 geborenen Ärzte werden zur Herausforderung im deutschen Klinikalltag.


Der SPIEGEL vom 27 Apr 12 

Urheberrechtsdebatte - Merkel will Shitstorms trotzen
"Wir dürfen uns nicht wegducken bei Massenbewegungen im Internet", sagte sie auf dem Filmempfang der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Freitag in Berlin mit Hinweis auf "Shitstorms" gegen unliebsame Meinungen.


ARD vom 26 Apr 12 

Rückschau: Nebengeschäfte - Wie Ärzte sich im Gesundheitssystem selbst bedienen


Die WELT vom 26 Apr 12 

Der kollektive Orientierungsverlust der Piraten - Maß sich vor dem Auftreten der Piraten ein Politiker an Kompetenz, Autorität und Ausstrahlung, zählt nun das genaue Gegenteil: das graue, namenlose Kollektiv der Nichtsgenauwisser.


Die WELT vom 25 Apr 12 

Ermittlungen gegen Wulff-Freund werden ausgeweitet
In der Korruptionsaffäre um Alt-Bundespräsident Christian Wulff hat die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen gegen den Wulff-Freund David Groenewold ausgeweitet. Nach der Durchsuchung eines Fünf-Sterne-Hotels in München, in dem das Ehepaar Wulff mit Groenewold ein Wochenende verbrachte, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Filmfinanzier jetzt auch wegen des Verdachts der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der "Bild"-Zeitung.


Der SPIEGEL vom 25 Apr 12 

Urteil zu Regelsatz - Berliner Gericht hält Hartz IV für zu niedrig
Der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßten den Beschluss des Berliner Gerichts. Insbesondere die Leistungen für Kinder seien völlig unzureichend und beruhten auf einem "statistischen Schrotthaufen", erklärte der Sozialverband in Berlin.


Die WELT vom 24 Apr 12 

CDU und SPD einigen sich auf große Saar-Koalition
Die künftige große Koalition im Saarland will den Rotstift bei allen Behörden ansetzen. Kramp-Karrenbauer und Maas kündigten einen drastischen Sanierungskurs bis 2020 an, bei dem pro Jahr 65 Millionen Euro eingespart werden sollen. Jede dritte Stelle beim Personal des Öffentlichen Dienstes soll nicht wiederbesetzt werden.


Euro am Sonntag vom 23 Apr 12 

HEK-Chef: Kenne keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen
Euro am Sonntag: 2011 erzielten die Krankenkassen Milliardenüberschüsse. Sind die Deutschen gesünder geworden, haben die Kassen gespart oder ist es das Beitragsglück der Konjunktur?
Jens Luther: Weder sind die Deutschen gesünder geworden noch wurden Leistungen gekürzt. Für den Überschuss haben die bessere konjunkturelle Entwicklung und vor allen Dingen die Höhe des seit 2009 vom Staat einheitlich für alle Kassen festgelegten Beitragssatzes gesorgt.


Der SPIEGEL vom 23 Apr 12 

Gratisärzte - Notaufnahme für die Mittelschicht
Trotz seines so geregelt anmutenden Lebensstils hat er keine Krankenversicherung. Hampel sagt, um die private Kasse zu bezahlen, fehlten ihm 600 bis 700 Euro im Monat. Und in das gesetzliche Solidarsystem dürfe er nicht zurück. Also bleibe ihm derzeit nichts anderes übrig, als ohne Versicherungsschutz zu leben - und zu hoffen, dass er nicht krank wird.


Der SPIEGEL vom 21 Apr 12 

Gesundheitsausgaben: Koalition schnürt Hilfspaket für deutsche Krankenhäuser
Deutsche Krankenhäuser sollen dabei 350 Millionen Euro erhalten. Vertreter von Krankenkassen schäumen. Sie werfen der Regierung vor, mit dem Hilfspaket auch noch schlechtes Management zu unterstützen.


Die WELT vom 21 Apr 12 

Bis zu 400 Millionen Euro für Kliniken - – Kassen sauer
Am Dienstag soll es in Düsseldorf eine Veranstaltung der Krankenhausgesellschaft mit mehr als 5000 Teilnehmern geben. Motto: "NRW-Kliniken brauchen finanzielle Hilfe!" In den Kliniken selbst und in 167 Städten in NRW sollen Protestplakate hängen.


Süddeutsche Zeitung vom 21 Apr 12 

Präsidentschaftswahl in Frankreich- Wie sich die französischen Wähler selbst betrügen
Italien, Spanien, Griechenland, Irland - alle europäischen Großschulden-Länder haben ihre politischen Krisen durchschritten und am Ende den Wählern die Last der Aufgabe offenbart. Nur so lässt sich der soziale Frieden - unter großen Mühen - bewahren. Allein Frankreichs Politik leistet sich den Selbstbetrug und duckt sich kollektiv vor der Wahrheit. Die Politik traut sich nicht, und die Wähler scheinen dankbar für die Irreführung. So hat sich das Land schon vor der Wahl entschieden: für die große Illusion.


Der SPIEGEL vom 20 Apr 12 

Ärger beim DIW - Rürup lässt es rumpeln
Doch just aus diesem Gremium bekommt der einstige Berater der Regierungen Schröder und Merkel nun heftigen Gegenwind. "Der Beirat hat sich nie gegen Brück ausgesprochen, das stimmt einfach nicht", sagt einer, der namentlich nicht genannt werden möchte. Der Abteilungsleiter sei "einer der fähigsten Wissenschaftler, die wir haben" und Rürup versuche nun, "ihn abzuschießen, weil er nicht in die Richtung passt".


FAZ vom 20 Apr 12 

FAZ.NET-Frühkritik: „Beckmann“- Die Wunden reißen auf
Gleichwohl waren die Gäste dieses Abends in der Lage, die Fragen, mit denen wir das Geschehen in Oslo aus der Distanz verfolgen, noch einmal in aller nächtlichen Ruhe auszubreiten, auch die nach dem norwegischen Rechtssystem und den Motiven eines Mannes, der sich trotz aller martialischen Selbstinszenierung, so sagte es Gisela Friedrichsen, vor Gericht zunehmend als „ganz armes Würstchen“ und „Looser“ erweist.


Der SPIEGEL vom 20 Apr 12 

Breivik-Prozess: Der Mann im Hintergrund


Der SPIEGEL vom 20 Apr 12 

Breivik vor Gericht - Gefühlskälte als Schutzschild
Nebenklägerin Mette Yvonne Larsen fragte Breivik direkt, was er über die im Saal anwesenden Angehörigen denkt. "Ich sehe Leute, denen ich großes Leid zugefügt habe", sagte er in seiner emotionslosen Stimme. Es sei nicht möglich, dieses Leid jemals zu kompensieren, und er werde es auch nicht versuchen. Dann sprach er von sich in der dritten Person: "Es ist nicht möglich, dass ein Mensch das an sich heranlassen kann."
Breivik erzählte, wie er es mit japanischen Meditationstechniken geschafft habe, sich von Emotionen oder auch Empathie zu lösen - eine Voraussetzung, wie er es sieht, um seine Taten überhaupt zu bewältigen. "Ich würde zusammenbrechen, wenn ich diesen Schutzschild wegnehmen würde." Er habe seine Opfer "entmenschlicht", um die Angriffe verüben zu können.


Süddeutsche Zeitung vom 20 Apr 12 

Debatte um "Herdprämie" - Warum das Betreuungsgeld in Skandinavien ein Reinfall ist


Der SPIEGEL vom 20 Apr 12 

Angehörige im Breivik-Prozess - Die unerträgliche Frage nach dem Warum


Der SPIEGEL vom 19 Apr 12 

Unerlaubte künstliche Befruchtung: Frauenärzte müssen Unterhalt zahlen
Die Mediziner hatten eingefrorenes Sperma benutzt, das längst hätte vernichtet werden müssen. Außerdem hatten sie bei dem Eingriff auf die Anwesenheit des werdenden Vaters verzichtet. Laut Urteil des Dortmunder Landgerichts müssen sie für diese Fehler nun haften (AZ: 4 O 320/10).


Der SPIEGEL vom 19 Apr 12 

Breivik vor Gericht: Gescheiterter Gernegroß
Diese Zeit, in der nichts funktionierte, in der er nichts auf die Reihe bekam, beschreibt er als Sabbatical, als "Märtyrertum-Geschenk", das er zur Vorbereitung seines als Selbstmordattentats geplanten Anschlags nutzen wollte. Auf Utøya freilich rief er zweimal die Polizei an und bettelte darum, jetzt festgenommen werden zu können.


Die WELT vom 18 Apr 12 

Wutmediziner, Patientenleid, Pharmariesen-Hass
Machen Ärzte absichtlich krank, um mehr zu verdienen? Die Ärztepfusch-Diskussion bei Sandra Maischberger trieb zwei Streithähnen den Blutdruck nach oben. Und ein Patient rechnete mit dem System ab.


Der SPIEGEL vom 18 Apr 12 

Staatsanwältin im Osloer Prozess - Breiviks starke Gegnerin
Im Zentrum ihres Kreuzverhörs steht das Netzwerk der "Tempelritter". Handelt es sich um Krieger mit Würde, um Kämpfer für eine große Sache? Oder sind sie versprengte Freaks, die am Computer zu Hause von der Weltrevolution phantasieren?
Inga Bejer Engh wird den Tag für sich entscheiden können, weil der Angeklagte nicht mehr von Zellenkommandanten sprechen will, sondern von "Sofa-Generälen" und "Tastatur-Kriegern". Mit jeder Stunde, die das Kreuzverhör dauert, fällt die Welt der "Tempelritter" ein wenig mehr in sich zusammen.


Die WELT vom 18 Apr 12 

Breivik will entweder Freispruch oder Todesstrafe
"Wir wollen Norwegen und Europa befreien." In die Ecke gedrängt, flüchtet Breivik sich in das ominöse "Wir", die Gemeinschaft seiner nationalistischen Freunde, von denen niemand weiß, ob es sie gibt.
Gesinnungsgenossen hat er jedenfalls da draußen. Hunderte Briefe hat er bekommen, stellen die beiden Psychiater in ihrem zweiten Gutachten fest. Auch der Gefängnisdirektor berichtet von einer "unglaublichen Menge Briefen", darunter seien auch viele Heiratsangebote. Breivik behauptet, von seiner Zelle aus in Kontakt mit Anhängern in 20 Ländern zu stehen.


Der SPIEGEL vom 17 Apr 12 

Stammzelltherapien in Deutschland - Verboten, aber lukrativ


Der SPIEGEL vom 17 Apr 12 

Aussage vor Gericht: Breivik prahlt mit seinen Mordtaten


Die WELT vom 17 Apr 12 

"Ja, ich würde es wieder tun" - Er stilisiert sich zum Retter Norwegens in der "multikulturellen Hölle": Im verqueren Weltbild des Anders Breivik war das Massaker ein notwendiges Übel – angeblich zum Schutz vor einem Bürgerkrieg.
Geisteskrank oder nicht? Das ist die wichtigste Frage, die das Gericht in den kommenden Wochen beantworten muss. Gefängnis oder Psychiatrie? Breiviks Selbstdarstellung wird wohl der wichtigste Beweis sein.


Der SPIEGEL vom 17 Apr 12 

Attentäter Breivik in der Vernehmung: Demontage des Bösen


Süddeutsche Zeitung vom 16 Apr 12 

Neuregelung des Rederechts im Bundestag :Aktion Marionette
Die Fraktionsführungen von Union, SPD und FDP wollen das Rederecht von Parlamentariern mit abweichenden Meinungen im Bundestag beschneiden. Das offenbart ein bizarres Verständnis von der Aufgabe des Parlaments und der Rolle der Abgeordneten.


Die WELT vom 15 Apr 12 

Flüssige Demokratie: Piraten können keine Verantwortung übernehmen
Kommunikationsmedien bestimmen in einem entscheidenden Maße die Organisationsformen der Politik. Die traditionelle Parteiendemokratie war bisher an das Medium der Zeitung gebunden. Das Radio, das eine einseitige Beeinflussung der Masse möglich macht, ist ein Medium, dessen sich die Diktaturen der Vergangenheit gerne bedient haben. Heutige politische Prozesse werden aber in immer größerem Maße von neuen, digitalen Medien bestimmt, die eine symmetrische Interaktion in Echtzeit möglich machen. Ist das Internet nun ein Kommunikationsmedium, das die repräsentative Demokratie ernsthaft bedroht und eine neue Politikform erforderlich macht?


Der SPIEGEL vom 15 Apr 12 

Maulkorb im Bundestag: Abgeordnete laufen Sturm gegen geplantes Redeverbot


Süddeutsche Zeitung vom 15 Apr 12 

Pläne zum Rederecht der Parlamentarier: Wie man den Bundestag kaputtmacht


Süddeutsche Zeitung vom 15 Apr 12 

Rederecht im Bundestag : "Eine lebendige Demokratie muss das aushalten"


Die WELT vom 14 Apr 12 

Gesundheit: Koalition will mehr für Prävention ausgeben
Insgesamt rund 400 Millionen Euro sollen die Kassen künftig pro Jahr für Prävention ausgeben können – etwa doppelt so viel, wie ihnen bisher per Gesetz gewährt wird. Die meisten Kassen geben aber schon heute mehr Geld für Prävention aus als sie müssten, nämlich insgesamt mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr.


Süddeutsche Zeitung vom 14 Apr 12 

Rederecht im Bundestag : Fraktionen planen Maulkorb für Abgeordnete
Lammert wollte, das sich so die kontroverse öffentliche Debatte auch im Parlament widerspiegele. Die Fraktionschefs hatten protestiert, der Ältestenrat erteilte Lammert eine Rüge. Die Änderung der Geschäftsordnung ist nun ein Mittel, um den Bundestagspräsidenten nachhaltig zu disziplinieren.


Der SPIEGEL vom 13 Apr 12 

Steigende Abgabenlast: Der gierige Staat
Statt die Beiträge zu senken, will die FDP lieber die Praxisgebühr abschaffen. Dies spürten die Bürger eher als niedrigere Abgaben, argumentiert Gesundheitsminister Bahr. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle assistiert: "Die Praxisgebühr ist ein Ärgernis, teuer und hatte nicht den gewünschten Steuerungseffekt." Doch die Kanzlerin stellt sich quer. Auch in der Unionsfraktion findet der Plan der Liberalen keine Freunde, wenn auch darüber diskutiert wird, ob die Gebühr in ihrer heutigen Form noch sinnvoll ist. Fazit: Die Praxisgebühr wird nicht abgeschafft, sondern höchstens verändert. Die Belastung bleibt.


Deutsches Ärzteblatt vom 13 Apr 12 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Eine Rufnummer für alle
Die Entscheidung für eine einheitliche Bereitschaftsdienstnummer haben die KBV und die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die für die Organisation des ambulanten Notfalldienstes zuständig sind, bereits im Jahr 2006 getroffen. Es folgte ein längerer Abstimmungsprozess auf europäischer Ebene, bis im November 2009 auf Initiative der KV Brandenburg die Nummer 116 117 europaweit für den ärztlichen Bereitschaftsdienst reserviert wurde. Deutschland ist jetzt das erste Land, das die neue Rufnummer einführt.


Süddeutsche Zeitung vom 10 Apr 12 

Gutachter-Streit im Fall Breivik: Prozess der Psychiater
Auch viele Experten hatten diesen Befund erwartet. Denn die Schlussfolgerungen der Psychiater Synne Sørheim und Torgeir Husby, die das Gutachten vom November verfasst haben, waren in der Fachwelt hart kritisiert worden. Die beiden Erstgutachter werten in ihrem Bericht unter anderem die rechtsextremen Äußerungen Breiviks als "bizarre Wahnvorstellungen" und begründen damit die Diagnose "paranoide Schizophrenie".
Das fanden viele ihrer Kollegen nicht nachvollziehbar: Politischer Extremismus lasse sich nicht einfach mit Geisteskrankheit gleichsetzen. Einige Anwälte der Terroropfer hatten daraufhin eine zweite Untersuchung gefordert. Das Gericht beauftragte Aspaas und Tørrissen.


Der SPIEGEL vom 10 Apr 12 

Attentäter von Norwegen: Ein Massenmörder, zwei Gutachten
Beim Prozess gegen den Massenmörder Anders Breivik liegen dem Gericht jetzt zwei Gutachten vor. Das eine sagt: Er ist geisteskrank. Das andere sagt: Er ist zurechnungsfähig. Ausgerechnet die Verteidigung plädiert auf schuldfähig. Und erklärt das Verbrechen zu einer politisch motivierten Tat.


Der SPIEGEL vom 09 Apr 12 

Einreiseverbot wegen Gedicht: Wie Grass Israels Rechte bedient hat - Ein Gastbeitrag von Moshe Zimmermann
Das Einreiseverbot für den Dichter ist absurd. Die Auseinandersetzung muss im Feuilleton stattfinden. Nicht in der Politik.


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