Das Buschtelefon wurde gegründet, um über alle laufenden und geplanten Ärzteproteste zur Rettung der ambulanten medizinischen Versorgung in Deutschland zu informieren. Im Laufe der Zeit hat es sich zu einem freien gesundheitspolitischen Informationsportal weitereintwickelt. Das Buschtelefon lebt auch von Ihrer Meinung, von Ihren Informationen! Fehlt etwas? schicken Sie eine mail an die Herausgeberin buschtelefon@artpage.de Die Seiten werden täglich aktualisiert.
Seit über 10 Jahren hat sich die Lage der niedergelassenen Ärzte in Deutschland stetig verschlechtert. Durch Budgetierung bei sinkenden Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung sind die Einnahmen aus der Behandlung von GKV Patienten im Schnitt um etwa 50% gesunken. In der gleichen Zeit sind die Praxisunkosten entsprechend der allgemeinen Steigerung der Lebenshaltungskosten weiter gestiegen. In vielen Regionen ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, daß die ersten Praxen ganz aufgeben müssen bzw. Praxen, die aus Altersgründen (zwangsweise!) abgegeben werden müssen, keinen Nachfolger mehr finden. Besonders betroffen sind zunächst die Neuen Bundesländer und Berlin, aber auch einige Regionen in Westdeutschland wie z.B. Niedersachsen.
Große Teile der Bevölkerung glauben noch immer, Ärzte seien grundsätzlich wohlhabend und müssen sich über ihre Zukunft keine Sorgen machen. Nur sehr langsam spricht es sich herum, daß die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den ärmeren Teilen Deutschlands massiv gefährdet ist.
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, haben die Ärzte in den letzten Jahren zahlreiche Protestaktionen organisiert.
Die Idee entstand Ende September 2000 während der Vorbereitung der ersten Berliner Aktionswoche und wurde umgehend in die Tat umgesetzt, das Buschtelefon ist seit 27.09.2000 online.
Als Dr. Friedrich Kruse als Sprecher der Facharztvereinigung
Berlin mit der Vorbereitung der ersten Berliner Aktionswoche begann, war
es ein großes Problem, die Informationen schnell genug zu verbreiten,
zumal auch so gut wie kein Geld vorhanden war. Die Augenärztin Dr.
Svea Keller reagierte prompt und rief das Buschtelefon ins Leben. Da es
ihr für die Protestaktion wichtig erschien, daß jeder das einsetzt, was
er kann , um die Sache weiterzubringen, mietete sie umgehend den erforderlichen
Webspace und setzte sich daran, die notwendigen Informationen unter der
Adresse www.Buschtelefon.de ins Internet zu stellen.
Damit, daß diese kurzfristige Hilfsaktion zu Selbstläufer werden
würde, hattte sie damals nicht im geringsten gerechnet. Das Buschtelefon
hat sich seitdem als Informationsmedium für Ärzte aus dem ganzen
Bundesgebiert, aber auch für Institutionen und Presse etabliert.
Dr.
Svea Keller, ursprünglich niedergelassene Augenärztin in Berlin
Prenzlauer Berg, arbeitete seit Ende 1998 nebenberuflich als Webdesignerin,
da ihre Augenarztpraxis trotz gutem Zulauf wirtschaftlich auf äußerst
wackligen Beinen stand. Inzwischen ist sie nicht mehr ärztlich tätig.
Svea Keller gestaltet noch immer die Buschtelefon-Seiten. Im Hintergrund läuft inzwischen eine umfangreiche Datenbank, die von ihrem Ehemann Konrad Held www.conus-computer.de programmiert wird. Große Teile der Redaktion, insbesondere im aktuellen Bereich, hat inzwischen der Orthopäde Dr. Wolfgang Bensch aus Isny übernommen. Ihm sei an dieser Stelle ganz herzlicher Dank dafür ausgesprochen. Die zahlreichen Flugblätter, Berichte, Briefe usw. stammen von diversen Kollegen. Das Buschtelefon lebt davon, daß Verbände und Einzelpersonen, die Informationen zu verbreiten haben, sie dort hinschicken. (buschtelefon@ARTpage.de)
Neben einigen kleineren Zeitungen bzw. Verbandszeitungen
hat die Ärztezeitung
einen großen Bericht über das Buschtelefon und die Berliner
Zeitung einen Bericht über Svea Keller veröffentlicht.
Etliche Presseberichte gab es auch im Rahmen des "Billigkassen"-Rechtsstreites
der BKK VBU gegen die Betreiberin des Buschtelefons. Eine Einstweilige
Verfügung gegen Dr.Svea Keller wurde am 10.4.2002 vom Landessozialgericht
Berlin aufgehoben:
Grundgesetz gilt auch für Ärzte
Das Gesundheitswesen
ist weltweit einer der größten Wachstumssektoren, die Menschen werden
immer älter, und die Medizin macht rasante Fortschritte. Das einzige,
was die Politik im Moment interessiert, ist, die Lohnnebenkosten, (nicht
die ohnehin gleichbleibenden Kosten im Gesundheitswesen!) trotzdem konstant
zu halten. Aus politischen Gründen werden die Giganten im System aber
von den Sparmaßnahmen nur begrenzt betroffen: die Krankenhäuser, die Pharmaindustrie,
die Krankenkassen. Wer zwischen diesen Riesen zerrieben wird, sind die
kleinen, zersplitterten niedergelassenen Ärzte.
Es begann in Sachsen.... nach dem
katastrophalen Punktwerteinbruch vom ersten Quartal 2000, der die Existenz
zahlreicher Praxen gefährdet, regten sich die ersten Proteste zunächst
in Sachsen.... Die Sachsen wurden damit zum Vorbild für bundesweite
Protestktionen! lesen Sie weiter in der Presseschau
Sachsen Später regten sich Proteste in allen Neuen Bundesländern
und Berlin, sowie in den mehreren westdeutschen Regionen.
Divide et Impera!
Die niedergelassene Ärzteschaft wird durch die derzeitige Gesundheitspolitik
erfolgreich in bevorzugte und benachteiligte Gruppen gespalten. Dies ist
mit ein Grund, weswegen bisher keine starke Protestbewegung gegen die
desolate Situation in der ambulanten Medizin aufgekommen ist. Ärzte
lassen sich spalten in Ost und West, dort auch noch in unterschiedliche
Regionen, in Hausärzte und Fachärzte und diese wieder in die
verschiedenen Fachgruppen. Solange sie dies mitmachen, sind sie der Spielball
der Politik!
Das Buschtelefon wehrt sich ausdrücklich
gegen alle Spaltungsversuche!
Die Anfangsphase des Buschtelefons war bestimmt durch zahlreiche
Protestaktionen und lebhafte Diskussionen. Seit dem Jahr 2000 haben sowohl
die Bereitschaft zu Protestaktionen als auch die innerärztliche online-Diskussionskultur
erheblich nachgelassen. Im Gegenzug kristallisierte sich aber die Forderung
nach dem Kostenerstattungsprinzip
als scheinbar einzige Lösung heraus, um dem
Gewirr des gordischen Knotens Gesundheitswesen zu entrinnen, in dem jeder
Reformversuch zu einer weiteren Verschlimmerung geführt hat. Informationen
zum Thema Kostenerstattung finden Sie sowohl im Buschtelefon als auch
unter www.Aerzte-ohne-Ketten.de
Sie können alle Buschtelefon-Informationen kostenlos nutzen und sich kostenlos anmelden. Das Buschtelefon ist aber dringend auf freiwillige Unterstützung angewiesen, Sie haben hierzu mehrere Möglichkeiten:
Der einfachste Weg ist eine direkte finanzielle Unterstützung. Achtung! Wir sind kein eingetragener Verein, Ihre Unterstützung ist eine "Kostenbeteiligung" keine Spende!
Buschtelefon Dr. Svea Keller
Kto Nr. 119 6559 00
Deutsche Bank Berlin BLZ 100 700 24
Machen Sie Ihren Berufsverband darauf aufmerksam, daß
wir gut funktionierende und flexible Internetportale
programmieren. Verbände können ihre Internetauftritte kostenneutral
über Werbung finanzieren. Natürlich können Sie auch eine
eigene Praxishomepage in Auftrag
geben! Kontakt: buschtelefon@artpage.de
Sie können dem Buschtelefon auch mit Kleinbeträgen helfen, ohne zusätzliches Geld auszugeben: Sie finden im Buschtelefon gelegentlich Werbelinks zu Seiten, wo Sie Artikel im Internet einkaufen können. Wenn es Ihnen so sehr reicht, daß Sie auswandern möchten, können Sie sich sogar bei der Greencard-Lotterie beteiligen... Das Buschtelefon erhält bei diesen Bestellungen eine kleine Provision, wenn Sie den Link im Buschtelefon benutzen.
Egal wo sie gerade sind, finden Sie oben eine Navigationsleiste, die Sie zu den wichtigsten Teilen führt: zur Startseite, zum Pressespiegel, zum Kommentar, zum Terminkalender und zur Archivsuche.
Auf der Startseite finden
Sie im Mittelfeld aktuelle Informationen
aus dem Gesundheitswesen, dieser Teil wird fast täglich aktualisiert.
Alle Beiträge werden nach Themen geordnet archiviert, so daß
Sie unter "Suche"
zu fast allen wichtigen gesundheitspolitischen Themen Informationsmaterial
finden.
In der linken Spalte finden Sie Informationsmaterial,
das Sie immer wieder benötigen. Klassiker wie "Wie bekommt der
Arzt sein Geld" von B.Bratzke oder "Geld, Markt und Gesundheitswesen"
von Prof.W.Hankel, Gesetztestexte, usw.
In der rechten Spalte finden Sie im
oberen Bereich Links, die besonders für Gelegenheitsleser des Buschtelefons
interessant sind, weil sie länger aktuell bleiben. Weiter unten finden
Sie Links zu Verbänden, die sich für die niedergelassenen Ärzte
und Zahnärzte engagieren.
Im Pressespiegel finden Sie eine Übersicht über gesundheitspolitische Themen in der aktuellen Tagespresse, besonders solche, die für die niedergelassenen Ärzte wichtig sind. Sie können hier selbst Artikel hinzufügen, die Sie wichtig finden.
Unter Termine finden Sie wichtige Termine von Protestaktionen, aber auch gesundheitspolitische Veranstaltungen. Genau wie im Pressespiegel können Sie hier auch Termine selbst hinzufügen.
In der Anfangsphase hatte sich eine sehr lebhafte und engagierte Diskussion entwickelt. In letzter Zeit bestand offensichtlich kein Bedarf mehr an einer Diskussion im Buschtelefon, so daß wir die Diskussion eingestellt haben. Wir freuen uns aber weiterhin über Ihre Beiträge und Ihre Meinung, schreiben Sie einfach an buschtelefon@ARTpage.de
Das Buschtelefon hat sich im laufe der Zeit zu einem offenen Medium entwickelt: die Besucherzahlen zeigten, daß das Interesse am offenen Bereich wesentlich größer war. Konsequenterweise hat das Buschtelefon keinen geschlossenen Bereich und keine Geheimnisse mehr.
Es ist mehrfach vorgekommen, daß aus technischen Gründen das Buschtelefon auf einen neuen Server gestellt werden musste. Wenn es Probleme geben sollte, probieren Sie den zusätzlichen Zugang über www.busch-telefon.de mit Bindestrich.
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